Krefeld (Nordrhein-Westfalen)

Bildergebnis für krefeld landkarte postleitzahl  Krefeld Krefeld mit derzeit mehr als 220.000 Einwohnern ist eine linksrheinisch gelegene Großstadt am Niederrhein nordwestlich der Landeshauptstadt Düsseldorf (Karte aus: suche-postleitzahl.org und Ausschnitt aus topografischer Karte von 1805, aus: krefeld.de).

Ein jüdischer Einwohner im niederrheinischen Krefeld wurde erstmals 1617 erwähnt. Die Wurzeln einer jüdischen Gemeinde liegen im 18.Jahrhundert; allerdings erlaubten die preußischen Herrscher nur 20 jüdischen Familien den Zuzug in die Stadt. Trotz dieser Reglementierung entwickelte sich eine kleine Gemeinde, die um 1780 etwa 70 Mitglieder zählte.

 Ihr erster (Ober)Rabbiner, namens Löb Carlburg, wurde 1809 von einem Konsistorium gewählt. Seine Amtseinführung fand in Anwesenheit der örtlichen und staatlichen Honoratioren in der renovierten Synagoge an der (heutigen) Mennonitenkirchstraße statt.

Löb Carlburg (geb. 1765 in Karlsburg/Siebenbürgen) erhielt seine religiöse Ausbildung an verschiedenen Talmudschulen, so in Preßburg, Frankfurt und Prag. 1803 wurde er in Bonn zum zweiten Rabbiner ernannt. Sechs Jahre später erfolgte seine Wahl zum Oberrabbiner des neugebildeten Krefelder Konsistoriums, dessen Amt er ca. 25 Jahre bekleidete. Löb Karlsburg starb 1835 an seiner Wirkungsstätte in Krefeld.

Carlburgs Amtsnachfolger war Lion Ullmann, der bis zu seinem Tod (1843) in Krefeld wirkte. Als Kenner orientalischer Sprachen legte er die erste vollständige deutsche Übersetzung des Korans vor.

Lion Ullmann (auch Baruch Löb Ullmann) wurde 1804 in St. Goar als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nach Besuch der Talmud-Schulen in Bingen und Darmstadt wurde er 1829 zum Rabbiner ordiniert. Nach seiner Promotion an der Universität Gießen wurde Dr. Lion Ullmann 1836 zum Oberrabbiner des Konsistoriums in Krefeld gewählt (und war damit der erste akademisch ausgebildete Rabbiner Krefelds). Er verfasste die erste Synagogenordnung für seinen Amtsbezirk, die fortan in allen Synagogengemeinden der Reg.bezirke Aachen, Düsseldorf und Köln Geltung besaß. Die Gründung einer jüdischen Elementarschule ging ebenfalls auf ihn zurück. Im Alter von 39 Jahren starb er in Krefeld.

Als dessen Nachfolger ist Dr. Löb Bodenheimer zu nennen, der von 1844 bis 1855 als letzter Oberrabbiner des Konsistoriums Krefeld amtierte, danach bis zu seinem Tode als Stadtrabbiner.

Löb Moses Bodenheimer (geb. 1807 in Karlsuhe) besuchte die Würzburger Jeschiwa des Rabbiners Abraham Bing und absolvierte gleichzeitig ein Studium an der Universität Würzburg, das er 1828 mit der Promotion abschloss. Nach seinem Rabbinerexamen wirkte er zunächst in Hildesheim. 1844 wurde er zum Oberrabbiner des Krefelder Konsistoriums ernannt, das er bis zu dessen Auflösung führte. Dr. Bodenheimer engagierte sich während seiner Tätigkeit vor allem im Schulwesen; so gründete er u.a. einen Verein zur Ausbildung jüdischer Lehrer und Handwerker. Er starb im Alter von 61 Jahren in Krefeld.

Mehr als drei Jahrzehnte hatte dann Jacob Horowitz das Rabbineramt inne (bis 1903), der in den jüdischen Gemeinden am Niederrhein hohe Achtung genoss.

Jacob Horowitz (geb. 1837 in Krakau), Sohn eines Kaufmanns, begann 1857 ein Studium am Jüdisch-Theologischen Seminar in Breslau und an der dortigen Universität. Einige Jahre nach seiner Promotion in Halle/Saale amtierte er kurzzeitig als Rabbiner in Märkisch-Friedland. 1869 wurde er zum Oberrabbiner von Krefeld gewählt; diese Tätigkeit hatte er bis 1903 inne. Vier Jahre später starb Dr. Jacob Horowitz in Düsseldorf.

Die „Allgemeine Zeitung des Judentums“ berichtete am 25.8.1845 zur Situation des jüdischen Gemeinde-, Kultus-, Schul- und Vereinswesens im Konsistorialbereich Krefeld:

Das linke Rheinufer hat noch von der französischen Herrschaft her drei Konsistorialsprengel, nämlich: Trier, Bonn und Krefeld, wovon letzterer, der größte, fast 1/3 der ganzen Rheinprovinz umfaßt. Der Rabbinats- und Konsistorialsprengel Krefeld umfaßt, wie gesagt, 1/3 der Rheinprovinz mit ungefähr 10000 jüdischen Einwohnern, welche dem größten Theile nach zerstreut und vereinzelt auf dem Lande in circa 130 Gemeinden wohnen. Im ganzen Sprengel ist keine Gemeinde, welche 500 jüdische Einwohner zählt; ja, manche sind so klein, daß sie kaum mehr als die ritualmäßige Anzahl enthalten. Die größten Gemeinden sind: Krefeld, mit 80 Familien, die größte Gemeinde des Sprengels, der Sitz des Rabbiners und des Konsistoriums; dann folgt Aachen, Kleve, Goch, Frechen, Neuß, Kerpen, Wickerathberg, Bergheim und Langweiler, welche letztere aber nur mit mehreren dazu gehörigen Dörfern eine Anzahl von 20 Familien übersteigen.

Krefeld um 1855 - Lithographie Gustav Frank (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Besonders seit 1850 nahm besonders durch Zuzug aus kleinen Ortschaften des Rheinlandes der jüdische Anteil an der Stadtbevölkerung Krefelds kontinuierlich zu und erreichte um 1885 etwa 2%; damit war die Krefelder Gemeinde zu einer der wichtigsten Gemeinden des Rheinlandes aufgestiegen. Zunächst siedelten sich die Juden in Krefeld vornehmlich in der Quarteln- und in der Juden-Kirch-Straße an; die wohlhabenden jüdischen Familien wohnten später größtenteils im bevorzugten Bismarck-Viertel. Ab Mitte des 19.Jahrhunderts gab es zahlreiche jüdische Geschäfte auf der Hochstraße und Friedrichstraße; etwa ein Viertel der ca. 220 Geschäfte, war von jüdischen Inhabern gegründet worden.

Besonders im Textilhandel, in der Seiden- und Krawattenbranche waren jüdische Unternehmer stark vertreten: Im Seidengroßhandel und -export waren von insgesamt ca. 70 Firmen jüdische Eigentümer mit 25 Unternehmen vertreten. In der Krawatten-Produktion - in Krefeld gab es in dieser Sparte 42 Unternehmen - waren 14 Firmen im Besitz jüdischer Fabrikaten (Zahlen gelten für die 1900/1920). In den Jahrzehnten vor 1850/1860 waren die Juden Krefelds mehr in den traditionellen Berufssparten, im Viehhandel und Metzgerhandwerk, tätig gewesen.

Neben der Synagogengemeinde gab es in Krefeld noch eine kleine Gemeinde streng-gläubiger Juden, vornehmlich sog. „Ostjuden“, die zur sozial schwächeren Schicht gehörten und ihre Gottesdienste in einem eigenen Betraum an der Ecke Westwall/Lindenstraße abhielten. Beide Gruppierungen hegten keine großen Sympathien füreinander.

Ein erstes Bethaus für die noch kleine Gemeinde wurde in den 1760er Jahren auf der ehemaligen „Juden-Kirch-Straße“ eingerichtet. Zwischen 1851 und 1853 ließ die jüdische Gemeinde Krefeld in der Petersstraße einen Synagogenbau in klassizistischer Form errichten, der 1903 und nochmals 1930 umgebaut wurde. Über dem Eingang stand in Hebräisch und Deutsch zu lesen: „Herr, ich liebe Deines Hauses Stätte und den Ort, wo Deine Herrlichkeit thront.

 

Krefelder Synagoge (hist. Aufn. 1902) und Juden auf dem Weg zur Synagoge (1910)

Der letzte in Krefeld tätige Oberrabbiner war Dr. Arthur Blum (geb. 1899 in Westpreußen). Nach seinem Abitur in Konitz absolvierte er ein Philosophie-Studium in Berlin und Würzburg, das er 1924 mit der Promotion abschloss. Anschließend machte er eine Rabbinerausbildung an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin. Seit 1927 wirkte er in Krefeld zunächst als zweiter Rabbiner; ein Jahr später wurde er (im Alter von 29 Jahren !) zum Oberrabbiner ernannt. 1937 und 1938 war er zeitweise inhaftiert; nach seiner Entlassung aus der KZ-Haft in Dachau emigrierte er mit seiner Frau via Niederlande in die USA; in Amarillo/Texas setzte er seine Tätigkeit als Rabbiner fort. Dr. Arthur Blum starb 1962 in Amarillo.

Seit 1724 beerdigte die Krefelder Judenschaft ihre Verstorbenen auf dem Friedhof an der Heideckstraße.


Alter jüdischer Friedhof an der Heideckstraße (Aufn. Franz Josef Knöchel, 2014 und Dirk Jochmann, aus wz-newsline.de)

Als diese Begräbnisstätte um 1900 belegt war, erwarb die jüdische Gemeinde neben dem kommunalen Friedhof in der Alten Gladbacher Straße ein neues Beerdigungsgelände.

Juden in Krefeld:

         --- 1685 ............................     3 jüdische Familien,

    --- um 1730 .........................     5     “       “    ,

    --- um 1760 .........................    10     “       “    ,

    --- 1796 ............................    62 Juden,

    --- 1806 ............................   160   “  ,

    --- 1826 ............................   202   “  ,

    --- 1836 ............................   282   “  ,

    --- 1846 ............................   484   “   (in ca. 80 Familien),

    --- 1858 ............................   780   “  ,

    --- 1871 ............................ 1.085   “  ,

    --- um 1885 ..................... ca. 1.700   "  ,

    --- 1925 ............................ 1.626   “  ,

    --- 1933 ............................ 1.413   “  ,

    --- 1938 ............................ 1.481   “  ,

             (Dez.) ................. ca.   850   “  ,

    --- 1939 ............................   800   “  ,

    --- 1942 ............................     ?   “  ,

    --- 1946 ............................    63   “  ,

    --- 1991 ............................   300   “  ,

    --- 1997 ............................   700   “  .

Angaben aus: Guido Rotthoff (Bearb.), Krefelder Juden, S. 75

und                 Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Reg.bez. Düsseldorf, S. 150     

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8b/Krefeld_hochstra%C3%9Fe_1908.jpg Hochstraße in Alt-Krefeld um 1905 (aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

Auch in Krefeld waren schon in der Weimarer Republik antisemitische Tendenzen spürbar, so im „Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband”, aus dessen Reihen der spätere NSDAP-Kreisleiter Becker hervorging. Als ab 1928 die NSDAP eine Geschäftsstelle in Krefeld unterhielt, häuften sich antisemitische Vorfälle: So wurden z.B. Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof umgestürzt, Fenster der Synagoge an der Marktstraße eingeworfen und Juden auf offener Straße angepöbelt.

Um den unmittelbar bevorstehenden Boykottmaßnahmen die Spitze zu nehmen, ließ die Leitung der Synagogengemeinde Krefeld am 30.März 1933 die folgende Presseerklärung veröffentlichen:

Vorstand und Rabbinat der Synagogengemeinde Krefeld halten es für ihre selbstverständliche und dringende Pflicht, darauf hinzuweisen, daß die im Ausland gegen Deutschland wegen angeblicher Judenverfolgungen betriebene Greuelpropaganda auf das schärfste zu verurteilen ist. Wir sind uns bewußt, daß die Mitglieder unserer Synagogengemeinde dieser Propaganda vollkommen fernstehen. Wie alle Deutschen erklären auch die Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Krefeld, daß sie irgendeine Einmischung von Ausländern in innerdeutsche Angelegenheiten auf das entschiedenste ablehnen. ...

Der Boykott jüdischer Geschäfte in Krefeld schien aber keine große Wirkung gezeigt zu haben, wie die folgende Anzeige im „Krefelder Generalanzeiger” vom 11.4.1933 bewies:

An die gesinnungslosen Damen Krefelds !

Da uns nicht unbekannte Frauen und Mädchen Krefelds den SA-Boykott gegen die jüdische Greuelpropaganda mit einem Boykott des christlich gewerblichen Mittelstande beantworten, warnen wir diese. Sie sollen sich schließlich nicht wundern, wenn die SA sie demnächst genauso behandelt, wie einst die ehrlosen Weiber behandelt wurden, die mit den belgischen Soldaten und belgischen Offizieren in der Besatzungszeit verkehrten. Wir haben die Augen offen.                                                                                                               gez. Aigeltinger, Sturmbannführer I/40

Beispiele von „Arisierungen“ in Krefeld:

Das erste Leonhard-Tietz-Warenhaus - 1904 in Krefeld an der Friedrichstraße eröffnet – wurde 1933/1934 nach finanziellen Verlusten von Banken „gerettet“; aus dem Warenhaus wurde die „Westdeutsche Kaufhof AG“; dabei wurden jüdische Anteilseigner und Vorstände ausgeschaltet.

Das „größte Haus am Platz“ war das Modenhaus Kaufmann (Ecke Rheinstraße/Hochstraße), das den Gebrüdern Oscar und Kurt Heinemann gehörte. Die Immobilie wurde weit unter Wert an Otto Wagener verkauft und firmierte nun als Wagener & Co.

Das Schuhhaus Hirsch (Ecke Rheinstraße/Hochstraße) war eines der ersten jüdischen Geschäfte, die von einem „arischen“ Käufer übernommen wurden (Mai 1933).

Zwei Jahre später wurde das Modehaus J. Lion (Hochstraße/Ecke zum Schwanenmarkt) verkauft.

Auch das Lebensmittelspezialgeschäft "Berets im Hochhaus" (Rheinstraße/Lohstraße) -Eigentümer war der niederländische Staatsbürger Adolf Berets - musste 1935 aufgeben. Seine Kunden wurden bedroht, seine Lieferwagen behindert und Verkäuferinnen wurden gezwungen, Kundennamen zu nennen, die dann im „Stürmer“-Kasten ausgehängt wurden. Für das Möbelgeschäft Hansen an der Marktstraße/Ecke Königstraße ordnete die Stadtverwaltung Krefeld die Schließung an.

Die Gebrüder Dannebaum, denen der Gebäudekomplex an der Hochstraße gehörte, mussten - weit unter Verkehrswert - ihre Immobilie verkaufen. Am Möbel- und Textilgeschäft von Erna u. Max Moses an der Wiedenhofstraße (gegenüber der Alten Kirche), wurde im August 1935 die Fassade mit roter Farbe beschmiert und die Scheiben eingeschlagen; drei Jahre später schlossen die Eigentümer ihr Geschäft, nachdem in der Pogromnacht die Geschäftsräume verwüstet worden waren. (aus: Hans Dieter Peschken (Red.), Als die Nazis jüdische Händler vertrieben, in: rp-online.de vom 2.8.2012)

Etwa 650 bis 700, vor allem jüngere Juden, verließen die Stadt Krefeld zwischen 1933 und 1941, meist emigrierten sie ins Ausland; besonders nach dem Novemberpogrom von 1938 war der Auswanderungsdruck gewachsen. Der gesamte Vorstand der Krefelder Gemeinde ging in den Jahren 1938/1939 in die Emigration; die Restgemeinde bildeten mehrheitlich ältere Menschen. Der letzte Vorsitzende der „Jüdischen Kultusgemeinde e.V.“ war bis zu seiner Deportation Dr. Hugo Kaufmann.

In der Pogromnacht vom 9./10.November 1938 waren hauptsächlich die Einrichtungen der Kultusgemeinde und jüdische Geschäfte Ziele der Gewalt; in der folgenden Nacht wurden vor allem Wohnungen verwüstet und geplündert. Die Krefelder Synagoge in der Petersstraße brannte völlig aus.

  ausgebrannte Synagoge in der Petersstraße (hist. Aufn., Stadtarchiv)

Auch die Synagoge in der Rheinbabenstraße im Stadtteil Linn wurde am 10.11.1938 zerstört; da das Gebäude nur schwer brennen wollte, half die Feuerwehr mit, es bis auf die Grundmauern abzutragen. 

vgl. dazu: Linn (Nordrhein-Westfalen)

Die marodierenden SA- und SS-Trupps sollen ihrer Führung teilweise völlig außer Kontrolle geraten sein; Diebstähle und Plünderungen jüdischen Vermögens waren die Folge. Jüdische Männer - darunter alle Repräsentanten der Synagogengemeinde - wurden von der Krefelder Gestapo festgenommen und nach Anweisung der Leitstelle Düsseldorf ins KZ Dachau abtransportiert.

Aus den Akten der Krefelder Schutzpolizei: „ 63 männliche Mitglieder der jüdischen Gemeinde verhaftet und ins Gerichtsgefängnis Krefeld gebracht. In die Wohnungen der jüdischen Familien Davids, Kaufmann und anderer eingedrungen, die Einrichtung zerschlagen, das Mobiliar auf die Straße geworfen. Die Synagoge an der Petersstraße verwüstet und angezündet. Die Synagoge Linn zerstört und – weil das Gemäuer nicht brannte – später von Feuerwehrleuten dem Erdboden gleichgemacht. Die Synagoge Uerdingen zerstört und abgetragen, nachdem liturgisches Gerät und Inneneinrichtung auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Die Synagoge Hüls in Brand gesetzt. Das Clubhaus am Bleichpfad zerstört und angezündet. 18 Geschäfte von Krefelder Juden in der Innenstadt zerstört, Archivalien beschlagnahmt."

Nach der „Arisierung“ der Betriebe und Geschäfte erfolgte die des Hausbesitzes; d.h. Juden mussten in sog. „Judenhäuser“ umziehen. In Krefeld standen diese im Südwall 11 und 17, in der Neußer Straße 36 - 38, in der Dreikönigenstraße 16 und 28, in der Hubertusstraße 68 und in der Mariannenstraße 63. Berufsverbote und die „Arisierungen“ führten dazu, dass eine große Zahl von Juden ohne eigenes Einkommen war. Seitens der NS-Behörden wurden nun jüdische Arbeitskolonnen gebildet, die u.a. bei Tiefbauarbeiten eingesetzt wurden - ohne Rücksicht auf Alter und Gesundheitszustand. Ab Ende Oktober 1941 begannen die Deportationen in die Ghettos und Vernichtungslager im besetzten Osteuropa, so nach Litzmannstadt (Lodz), Riga, Izbica bei Lublin und Theresienstadt. Im Sommer 1942 lebten nur noch ältere Jüdinnen und Juden in Krefeld. Mit der letzten von insgesamt fünf größeren Deportationen endete am 17.Sept. 1944 die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Krefeld.

Mindestens 730 jüdische Bewohner Krefelds und Umgebung sollen dem Holocaust zum Opfer gefallen sein.

In den Nachkriegsjahrzehnten bildete sich wieder eine kleine jüdische Gemeinschaft in der Stadt. Maurice Maslaton war der erste Jude, der sich 1953 in Krefeld nieder ließ; als 28jähriger kam der junge Textilfachmann und Sohn eines Beiruter Stoffhändlers geschäftlich in die Seidenstadt. Anfang der 1960er Jahre zählte die Gemeinde kaum 60 Personen, 20 Jahre später waren es dann 130.

Die gegenwärtig bestehende Gemeinde, deren Einzugsbereich sich bis Kleve erstreckt, besteht aus ca. 1.100 Mitgliedern (Stand 2015), die meisten davon stammen aus Osteuropa. Im Jahre 2005 wurde der Grundstein für den Neubau einer Synagoge in der Wiedstraße gelegt. Die feierliche Einweihung fand im September 2008 in Anwesenheit von Charlotte Knobloch, der Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, und dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rütgers statt. An das frühere Bethaus erinnert im Neubau ein rekonstruiertes Fenster des niederländischen Glaskünstlers Jan Thorn Prigger, das 1928 in die alte Synagoge eingesetzt worden war. Auch die hebräischen und deutschen Psalmworte „Herr, ich liebe Deines Hauses Stätte und bin Ort, wo Deine Herrlichkeit thront“ wurden als Fassadeninschrift von der 1938 niedergebrannten Synagoge übernommen. Die finanziellen Mittel für den Bau wurden größtenteils aus einer Stiftung erbracht, die der Oberbürgermeister Krefelds initiiert hatte.

  

Neue Synagoge in Krefeld (Aufn. Ron Franke)

Glasfenster von Johan Thorn Prikker in der neuen Synagoge* (Aufn. Ralf Janowski)

* Die Original-Vorlagen aus den Jahren 1927/1928 fanden sich im Depot des Kaiser-Wilhelm-Museums und ermöglichten so eine getreue Zweitausfertigung.

Errichtet wurde auch eine Gedenkstätte für die ermordeten Juden Krefelds, deren Namen auf Gedenktafeln eingraviert sind.

Seit 2007 besitzt die Gemeinde wieder einen Rabbiner.

Aufn. aus: juedische-allgemeine.de

Neben dem ehemaligen Standort der Synagoge an der Marktstraße/Ecke Petersstraße steht heute ein Mahnmal aus sechs unterschiedlich großen Basaltsäulen; sie sollen die sechs Millionen unter NS-Herrschaft getöteten Juden symbolisieren (Aufn. aus: wikipedia.org, CCO). Auf einer Bodenplatte unter dem Relief des ehemaligen Synagogengebäudes ist folgende Inschrift zu lesen:

Unweit dieses Mahnmals stand die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Krefeld aus dem Jahre 1903

Menschenverachtende Willkür zerstörte sie in der “Reichskristallnacht” am 9.November 1938 .

Modell der Alten Synagoge Krefeld*

* Dieses 3D-Modell entwickelten Schüler der Höheren Technikschule Krefeld

Am Ort der ersten Krefelder Synagoge an der Mennoniten-Kirch-Straße sind die Umrisse des Gebäudes in das Straßenpflaster eingelassen; zudem informiert eine Tafel über die Historie des Hauses.

Seit 2006 werden in Krefeld sog. „Stolpersteine“ verlegt; dem Vorhaben waren kontrovers geführte Diskussionen in der Kommunalvertretung vorausgegangen. Erst als Schüler/innen der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule eine Unterschriftenaktion für ein Bürgerbegehren zugunsten einer Stolpersteinverlegung initiierten und dafür großen Zuspruch fanden, lenkte die Kommunalvertretung ein. Inzwischen zählt man im gesamten Stadtgebiet von Krefeld ca. 140 in die Gehwege verlegte „Stolpersteine“ (Stand 2018).

Stolperstein für Anna Herz (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Hermann Herz (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Elisabeth Herz (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Hedwig Herz (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Antonie Coppel (Bahnhofstraße 48) Stolperstein für Alfred Coppel (Bahnhofstraße 48) 

        verlegt in der Bahnhofstraße (Aufn. M., 2017, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0)

             ... und in der Lindenstraße (Aufn. Peter Gaßner)   

Stolperstein für Eugen Frank (Friedrichstraße/Ecke St. Anton-Straße) Stolperstein für Luise Frank (Friedrichstraße/Ecke St. Anton-Straße) Stolperstein für Olga Alexander (Rheinbabenstraße 106) Stolperstein für Ruth Alexander (Rheinbabenstraße 106) Stolperstein für Ilse Alexander (Rheinbabenstraße 106)

verlegt in der Friedrichstraße und in der Rheinbabenstraße (Aufn. M., 2017, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0)

 

Am Standort der alten Synagoge in Krefeld-Uerdingen, in der Bruchstraße, erinnert heute eine Bronzeplatte an die jüdischen Bürger:

Hinter diesem Haus stand seit 1841 die Uerdinger Synagoge.

Sie wurde am 10.November 1938 in nationalsozialistischem Wahn ausgeräumt und abgebrochen. Die Einrichtung verbrannte man auf dem Marktplatz.

Zur Erinnerung und Mahnung der Bürger Uerdingens

10.November 1988

 

Seit ebenfalls 1988 weist eine Bronzetafel in der Rheinbabenstraße in Krefeld-Linn auf die 1865 erbaute und 1938 zerstörte Synagoge hin; ihre Inschrift lautet:

Hier stand die Synagoge nach Plänen von A. Heyden 1865 erbaut.

Den Linner und den Bockumer Juden von Philipp De Greif gestiftet.

Sie wurde ein Opfer der nationalsozialistischen Willkür am 9. November 1938

 

Auch in Krefeld-Hüls stand eine Synagoge, die durch Brandstiftung im November 1938 restlos zerstört wurde. Die dortige jüdische Gemeinde hatte in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts immerhin etwa 120 Angehörige gezählt. Am Standort der einstigen Synagoge in der Klever Straße erinnert heute die Inschrift:

Hier stand die Synagoge der ehemals blühenden Hülser jüdischen Gemeinde.

Sie wurde am 10.Nov. 1938 durch Brandstiftung restlos zerstört.

Den Terror des 3.Reiches (1933 - 1945) überlebten nur wenige Hülser Juden.

Die Hülser Bürger gedenken der Toten. - 10.Nov. 1982

[vgl. Uerdingen - Linn - Hüls (Nordrhein-Westfalen)]

In Krefeld richtete die Stadtverwaltung Anfang der 1990er Jahre ein NS-Dokumentationszentrum ein, das in der ehemaligen Villa des jüdischen Seidenfabrikanten und -großhändlers Richard Merländer untergebracht ist. In der Dauerausstellung werden verschiedene Themen aus dem Bereich des Nationalsozialismus angesprochen. Richard Merländer wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert, danach als „nicht arbeitsfähig“ selektiert und in Treblinka im September 1942 vergast. Das 1924/1925 errichtete Haus wurde nach der „Arisierung“ als Hotel benutzt und wechselte mehrfach den Besitzer, bis es die Stadt Krefeld anmietete.

 

In Osterath – einem Ortsteil der 1970 gebildeten Kommune Meerbusch – lebten Anfang der 1930er Jahre ca. 35 jüdische Bewohner. Die ersten Familien waren im ausgehenden 18.Jahrhundert hier ansässig geworden und bildeten eine Filialgemeinde der Synagogengemeinde Krefelds. Neben einer in einem Privathaus untergebrachten Betstube gab es seit den 1860er Jahren einen Begräbnisplatz an der Hoterheide, der im Zuge eines Siedlungsprojektes 1935 aufgelassen wurde; die sterblichen Überreste wurden auf den jüdischen Friedhof nach Krefeld überführt. Seit 1932 waren die wenigen Juden Osteraths in die Krefelder Gemeinde inkorporiert. Während des Novemberpogroms wurde das Bethaus zerstört. Im Dezember 1941 wurden ca. 35 Osterather und Lanker Juden via Düsseldorf-Derendorf nach Riga abtransportiert; nur drei von ihnen sollen überlebt haben.

2011 wurden im Stadtteil 14 sog. „Stolpersteine“ verlegt, die an die deportierten und ermordeten Juden Osteraths erinnern; insgesamt sollen ca. 25 Menschen verschleppt worden und der NS-Vernichtungsmaschinerie zum Opfer gefallen sein.

Stolpersteine verlegt Kaarster Str. Gustav Kiefer Stolperstein Osterath.PNG Franziska Kiefer Stolperstein Osterath.PNG (Aufn. Hajok, 2017, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

 

In Lank-Latum (heute Stadtteil von Meerbusch) gab es seit 1878 eine jüdische Begräbnisstätte an der Uerdinger Straße; in den Jahrzehnten zuvor waren Verstorbene auf den Friedhöfen in Linn oder in Kaiserswerth begraben worden. Anders als im nahen Osterath blieb der kleine Friedhof mit seinen nur 14 Grabstellen erhalten. Ab 1854 waren die wenigen jüdischen Familien der Krefelder Gemeinde angeschlossen. Das noch am Ort befindliche Bethaus wurde Mitte der 1920er Jahre geschlossen, da belgische Besatzungssoldaten durch ihre Einquartierung den Raum „entweiht“ hatten. Gottesdienste wurden in Kaiserswerth oder in Krefeld besucht. Die meisten Juden aus Lank-Latum wurden 1941/1942 nach Riga deportiert.

An die deportierten und ermordeten Meerbuscher bzw. Lanker Juden erinnert seit 2003 ein Mahnmal des Kalkarer Künstlers Christoph Wilmsen-Wiegmann an der Ecke Hauptstraße/Kemperallee. Die vier steinernen Stempel weisen auf die Deportations- und Vernichtungslager (Litzmannstadt – Riga – Izbica – Theresienstadt) hin, in denen Juden aus Meerbusch ermordet wurden. Eine in der Mitte befindliche Stele dokumentiert ihre Namen – vier Buchstaben stehen für „Sachor – Gedenke“ – und der Palmzweig trägt das jüdische Glaubensbekenntnis „Höre Israel“.

https://rp-online.de/imgs/32/2/3/8/9/7/1/3/7/tok_46ce92b2340e3d03f4fac8a74ba2814c/w940_h526_x470_y264_38e58785f656db71.jpg Mahnmal (Aufn. Dackweiler, aus: rp-online.de)

Weitere Informationen:

S. Levi, Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde Krefelds , in: ‘Die Heimat’ No. 7/1928, Krefeld 1928, S. 291 - 296

Aurel Billstein, Der eine fällt, die andern rücken nach ... - Dokumente des Widerstandes und der Verfolgung in Krefeld 1933 - 1945, Frankfurt/M. 1973

Aurel Billstein (Bearb.), Judendeportationen aus der Stadt und dem Landkreis Moers in die Vernichtungslager, Krefeld o.J.

Richard Errell, Die Fleischtöpfe Ägyptens - Die jüdische Gemeinde Krefelds nach der Jahrhundertwende, in: Krefelder Studien 1, Hrg. Stadtarchiv Krefeld 1973, S. 327 f.

Aurel Billstein (Bearb.), Der große Pogrom. Die ‘Kristallnacht’ in Krefeld, Krefeld 1978

Guido Rotthoff, Zur Geschichte der Juden in Krefeld, in: ‘Die Heimat’ No. 49/1978, Krefeld 1978, S. 152 - 157

Helmut Eschwege, Die Synagoge in der deutschen Geschichte - Eine Dokumentation, VEB Verlag der Kunst Dresden 1980, S. 107/108

Guido Rotthoff (Bearb.), Krefelder Juden, in: Krefelder Studien 2, Hrg. Oberstadtdirektor/Stadtarchiv, L. Röhrscheid Verlag, Bonn 1980

Dieter Hangebruch, Emigriert - Deportiert. Das Schicksal der Juden in Krefeld zwischen 1933 - 1945, in: Guido Rotthoff (Bearb.), Krefelder Juden, Bonn 1980, S. 137 ff.

Eleonore Stockhausen, Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Krefelds im 19.Jahrhundert, in: Krefelder Studien 2, Bonn 1981, S. 9 - 77

Harold Hammer-Schenk, Synagogen in Deutschland. Geschichte einer Baugattung im 19. u. 20.Jahrhundert, Hans Christians Verlag, Hamburg 1981, Teil 1, S. 171 und Teil 2, Abb. 125

Renate Starck, Krefelder Juden berichten von ihrem Leben, in: ‘Die Heimat’ No. 59, Krefeld 1988, S. 26 - 39

Georg Opdenberg, Ihre Seelen seien eingebunden in das Bündel des Lebens, in: ‘Die Heimat’ No. 60, Krefeld 1989

Juden in Krefeld - Quellen und Materialien zur Geschichte der Stadt Krefeld, Hrg. Stadt Krefeld in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv u. d. Hauptamt, Krefeld 1990

Rolf Kauffeldt (Bearb.), Krefeld, in: L.Heid/J.H.Schoeps (Hrg.), Wegweiser durch das jüdische Rheinland, Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1992, S. 176 f.

Benno Reicher, Jüdische Geschichte und Kultur in NRW - ein Handbuch, in: Sekretariat für gemeinsame Kulturarbeit in NRW (Hrg.), Kulturhandbücher NRW, Band 4/1993 S. 173 - 181

Caterina Maria Jansen, Wenn Steine reden. Der jüdische Begräbnisort in Lank-Latum. Spuren einer jüdischen Landgemeinde, in: Meerbuscher Geschichtshefte 15 (1998), S. 124 – 141

Michael Zimmermann (Hrg.), Geschichte der Juden im Rheinland und in Westfalen, in: Schriften zur politischen Landeskunde Band 11, Hrg. Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Kohlhammer Verlag GmbH, Köln/Stuttgart/Berlin 1998

Michael Brocke (Hrg.), Feuer an dein Heiligtum gelegt - Zerstörte Synagogen 1938 Nordrhein-Westfalen, Ludwig Steinheim-Institut, Kamp Verlag, Bochum 1999, S. 313 - 319

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